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um des Vaters Haupt zu ſchuͤtzen vor dem Zorn des Herrn!“*)
Und Sem antwortete:
„Weh mir, Sarah liebt mich nicht! Willſt Du entwaffnen mit Deinem ſchwachen Lilienarm, der wie ein Blumenſtengel ſich um meinen Nacken rankt, den ſtarken Arm des Herrn? Willſt Du mit ihm kaͤmpfen, der die Erde zerbricht wie eine Nußſchale und die Berge uͤbereinander wirft? Wen er ſtraft, den ſchuͤtzt Dein Wehklagen nicht, wen er verworfen, den haͤlt Deine Liebe nicht uͤber dem Verderben. Willſt Du mich toͤdten um des ruchloſen Vaters willen?“
Sarah aber rang die Haͤnde und rief:
„Ich will Dich nicht toͤdten, denn Du biſt meines Herzens Leben. Laß mich den Vater ſuchen, denn ſieh', ich bin Fleiſch von ſeinem Fleiſche, Blut von ſeinem Blute. Er gab mir Nahrung, als ich hilflos war, er kleidete mich, als ich nackt zur Welt kam, und Gott ſelber ſprach: Du ſollſt den Vater ehren, und das Kind gehe nicht in's Gericht mit dem, der es er⸗ zeugte. Sem, laß mich von hinnen oder ich ſterbe.“
Da fuhr Sem wild empor und ſagte:„Gut, ſo gehe hin und ich folge Dir, und Dein Geſchick ſei
*) Iſt nicht dieſe Sarah in der Paramythe eine Repräſen⸗ tation der Liebe in der ſinnverlorenen Menſchheit?


