Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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verwehrte es ihm und ſegnete der Tochter Liebe zu ihrem Vater Elim. Und flehend warf ſie ſich zu Elim's Fuͤßen und beſchwor ihn, Gott zu fuͤrchten und ſeinen Zorn zu fliehen. Elim aber ſprach:Was ängſtigſt Du Dich? Die Wäſſer haben meine Aecker uͤber⸗ ſchwemmt, ſie werden auf's Jahr deſto fruchtbarer ſein. Was willſt Du mit Deinem Jammer? Kann Dein Gebet den Wäſſern gebieten, daß ſie zuruͤckkehren in der Erde Schooß, kann es die Fluren trocknen und dem Regen wehren? Wo iſt Dein Gott? Warum hat er Noah's Triften verheert, ſeine Heerden ertränkt, ſeine Saaten vernichtet? Wenn Noah Gottes Freund iſt, warum kann er nicht die eigene Noth bemeiſtern? Mein Haus liegt hoch und die Fluth erreicht ſie nicht. Willſt Du heimkehren zu mir, mein furchtſames Taͤubchen, ſo ſollſt Du noch warm werden an derGluth Deines alten Vaters traun, er hat noch mehr Blut als Dein junger Braͤutigam wo nicht, ſo gehe hin, ich bedarf Deiner nicht. Ich ſage Dir, wenn dies Gottes Suͤndfluth iſt, ſo will ich Alles um mich ſterben und verzweifeln ſehen, und der Letzte ſelbſt am Ende verderben.

Und von des Vaters Zorn geſcholten, und von ſeiner Rede entſetzt, ging Sarah weinend und weh⸗ klagend uͤber den unuͤberwindlichen Muth der Suͤnde zu Sem zuruͤck und Sem ſchloß ſie in ſeine Arme und dankte in Thränen dem Herrn, der ſie ihm wie⸗ dergab. Sie war die Seele ſeiner Seele, in ihrem