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Als Sarah dieſe Zeichen ſah und Noah's Gebot vernahm, ihrem Verlobten in die Arche zu folgen, da erfullte ihr Herz eine ahnungsvolle Bangigkeit und ſie ging zu ihrem Vater, und ihr Herz wollte zer⸗ ſpringen, als ſie zu ihm ſprach:„Vater, ſieh, der Himmel verfinſtert ſeine Augen und die Sonne verbirgt ſich, mir ahnt ein ſchweres Unheil und meine Seele iſt voll Angſt um Dich. Gott iſt mit Noah und Du biſt nicht mit ihnen. Der Zorn des Herrn wird Deine Bruſt zerſchlagen, geh' in Dich, ſo lange es Zeit iſt, und bringe dem Herrn ein Opfer dar, daß er Dich nicht ziehe in ſein Strafgericht.“ Elim aber ſprach lachend: „Du biſt von Sinnen, Maͤdchen, Dein Sinn iſt furchtſam wie ein Reh, mein Sinn aber iſt ſtark und fuͤrchtet Nichts. Auf Sonnenſchein folgt Regen, das iſt ſo das Geſetz der Natur. Ich ſage Dir, es giebt keinen Gott. Der Starke muß ſich waffnen gegen die Gefahr, der Schwache muß ſich an den Starken an⸗ lehnen; wer Etwas beſitzt, behaupte und wahre es, ob er es geerbt, erworben oder geſtohlen; das Schickſal iſt nur der Klugheit hold und die Natur iſt ihre Sclavin. Haſt Du je gehoͤrt, daß ein Koͤnig durch ſein Gebet Schlachten gewonnen, Laͤnder erobert hätte? Haſt Du je gehoͤrt, daß das Recht vor Verfolgung ſchutzt? Dies Leben iſt ein Kampf— der Klugere ſiegt und muß ſiegen, nur die Feigen und Geiſtes⸗ ſchwachen unterliegen dem Gotte— Schickſal— den ihr fuͤrchtet. Geh' hin zu Deinem Liebſten und waͤrme


