Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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eine Friſt Ullein, aus. So lich nicht lieh nicht chöpfung mit ihen ickten, die ʒirtich⸗

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verehren, die Anderen moͤgen in Schmach zu Grunde gehen! Niemand ſoll mich richten, aber der Anderen kleinſte Maͤngel will ich verdammen. Nur meine Maͤngel ſoll Niemand ſchmaͤhen, der Anderen Fehler will ich verhoͤhnen! Und ſo lebten ſie und verdarben einander. Und der Vater ſtieß den Sohn von ſich, weil er ſeine Laſter geerbt, und der Sohn fluchte ſeinem Vater, und der Mutter waren ihre Luͤſte enger an's Herz gewachſen, als ihres Leibes Fruͤchte, und die Ge⸗ ſchwiſter beſtahlen ſich um ihr Erbe, und verfolgten ſich, und der Vater verkaufte ſein Kind an die Suͤnde und ſchwelgte von dem Preiſe, und die Maͤnner feilſchten um die Weiber wie um ein Thier zu ihrer Luſtbarkeit beſtimmt. Und ſie ſchaͤtzten ſie ab nach ihren Jahren, nach dem Glanz ihrer Au⸗ gen, der Anmuth ihrer Formen, der Weiße ihrer Haut, der Rundung ihrer Bruͤſte und der Ueppigkeit ihrer Huͤften, dem Klange und Wohllaut ihrer Stimmen, der Farbe ihres Haupthaares und der Zartheit ihrer Naͤgel, und das ſchoͤnſte Weib galt ihnen noch nicht ſo viel als ein ſchlankes Pferd. Und man trieb Wolluſt auf den Straßen und in den der Andacht geweihten Haͤuſern! Das Alter und die Gebrechlichkeit aber waren verhoͤhnt und verachtet, und die Unſchuld des Leibes wurde dahin⸗ gegeben um ſchlechten Preis an entartete Wuͤſtlinge. Und des Menſchen Leib, der Tempel Gottes, ward durch gräuliche Frevel ge⸗ ſchändet. Der Sohn ging hin und verklagte ſeinen