Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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zu ſehen, und die Hand an ſein Ohr hielt, um zu hören, war der Kapitän der ſchottiſchen Garde.

Die zwei Reiter begrüßten ſich mit der höflichen Vertraulichkeit, welche die vornehmen Herren jener Zeit bezeichnete. Der Eine, der Herzog von Ne⸗ mours, war allerdings von fürſtlichem Hauſe, der Andere, der Graf von Montgomery, war aber vom älteſten normänniſchen Adel, denn er ſtammte von jenem Roger von Montgomery ab, der Wilhelm den Baſtard bei der Eroberung von England begleitet hatte.

Zu jener Zeit gab es in Frankreich einige Na⸗ men, die ſich den mächtigſten und glorreichſten Na⸗ men gleich glaubten, trotz der geringeren Titel, die ſie führten. So war es mit den Montmorency, die ſich nur Barone betitelten, mit den Rohan, welche nur Seigneurs, mit den Couch, welche nur Sires, und mit den Montgomery, welche nur Grafen waren.

Montgomery hatte, wie es der Herzog von Ne⸗ mours gedacht, die Jagd verloren und ſuchte ſich zu orientiren.

Der Ort, wo ſie ſich fanden, war übrigens gut hiefür gewählt, denn es war ein Kreuzweg auf einer Anhöhe, zu dem alle Geräuſche emporſteigen mußten, und der fünf bis ſechs Straßen beherrſchte, auf wel⸗ chen das Thier, wenn es getrieben wurde, unfehlbar paſſirte.

Die jungen Leute, die ſich ſchon vor ſechs Mo⸗ naten verlaſſen, hatten tauſend wichtige Fragen an einander zu richten: Montgomery in Betreff des Hee⸗ res und der ſchönen Kriegsunternehmungen, welche Herr von Guiſe natürlich verſuchen mußte; der An⸗

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