Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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Ich wollte Euch ſagen, erwiederte Catharina: der gute König Ludwig der Elfte, der gegen fünf⸗ malhunderttauſend Thaler, die er ihm geliehen, un⸗ ſerem Ahnherrn Lorenz von Medici die Erlaubniß gab, drei Lilien in unſer Wappen zu ſetzen, pflegte zu wiederholen:Wenn meine Nachtmütze mein Ge⸗ heimniß beſäße, ſo würde ich meine Nachtmütze ver⸗ brennen! Ueberlegt dieſe Marime des guten Königs Ludwig des Elften... Ihr ſeid zu ver⸗ traulich.

Der Cardinal lächelte über den Rath, den man ihm gab: er, der für den mißtrauiſchſten Politiker ſeiner Zeit galt, hatte ein größeres Mißtrauen als das ſeine gefunden.

Allerdings war es in der Florentinerin Catha⸗ rina von Medici.

Der Cardinal drang ebenfalls durch den Thür⸗ vorhang, und er ſah den klugen jungen Mann, der ihn, um nicht der Neugierde beſchuldigt zu werden, zehn Schritte voraus im Corridor erwartete.

Beide gingen in den Hof hinab, und Karl von Guiſe gab hier einem Pagen der Ställe Befehl, ſo⸗ gleich ein geſatteltes Pferd zu bringen.

Der Page kam nach fünf Minuten, das Pferd an der Hand führend, zurück. Nemours ſchwang ſich mit der Eleganz eines vollendeten Reiters in den Sattel und ſprengte im Galopp durch die große Allee des Parkes.

Der junge Mann hatte ſich erkundigt, welche Richtung die Jagd genommen, und man hatte ihm geantwortet, das Thier werde bei der Straße nach Poiſſy angegriffen werden. 5

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