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„Hört,“ ſprach die Königin,„Ihr wißt, daß ich den Admiral nicht mehr liebe, als Ihr ihn ſelbſt liebet: demolirt alſo, ich verhindere Euch nicht daran; im Gegentheil, ich werde Euch mit meiner ganzen Macht unterſtützen.“
„Was beſchließt Ihr mittlerweile?“ fragte der Cardinal.
Und als er ſah, daß Catharina zögerte, fügte er bei:
„Oh! Ihr könnt vor Herrn von Nemours ſpre⸗ chen; er iſt auch von Savoyen doch eben ſo ſehr unſer Freund, als der Prinz Emanuel Philibert un⸗ ſer Feind iſt.“
„Beſchließt ſelbſt, mein lieber Cardinal,“ erwie⸗ derte Cathatina, indem ſie einen ſchiefen Blick auf den Prälaten warf;„ich bin nur ein Weib, deſſen ſchwacher Geiſt nicht viel von der Politik verſteht... Beſchließt alſo.“
Der Cardinal hatte den Blick von Catharina be⸗ griffen: für ſie gab es keine Freunde, es gab nur Genoſſen.
„Gleichviel,“ ſagte Karl von Guiſe,„ſprecht immerhin eine Meinung aus, Madame, und ich werde mir erlauben, ſie zu bekämpfen, wenn ich ſie im Wi⸗ derſpruche mit der meinen finde.“
„Nun, ich denke, der König, der das einzige
Oberhaupt des Staates, iſt der Einzige, der vor
Allen von den wichtigen Dingen unterrichtet werden muß. Meiner Anſicht nach muß alſo der Herr Her⸗ zog, wenn er nicht zu müde, ein Pferd nehmen, ſich zum König begeben, wo er ſich auch finden mag, und ihm vor irgend Jemand die Nachrichten mittheilen,
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