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Selbſt der Connetable von Montmorench, der hoch⸗ müthigſte Baron ſeiner Zeit, fing, wenn er ihm ſchrieb, ſeinen Brief an: Monſeigneur, und endigte ihn mit: Euer unterthänigſter, gehorſamſter Diener; und der Herzog Franz antwortete: Herr Connetable, und: Euer ſehr guter Freund; was übrigens nicht der Wahrheit entſprach, denn das Haus Guiſe und das Haus Montmorency lebten in ewigem Krieg.
Man muß die Chroniken der Zeit geleſen haben, mögen ſie ſich unter der ariſtokratiſchen Feder von Herrn von Brantome entrollen, oder ſich Stunde für Stunde in das Tagebuch des Großberichterſtatters Pierre de lEſtville einregiſtriren, um ſich einen Be⸗ griff von der Macht dieſes privilegirten und tragiſchen Geſchlechts zu machen, das ſtark war auf der Straße, wie auf dem Schlachtfelde, das gehört wurde mitten auf den Kreuzwegen, in den Hallen, wie in den Cabineten des Louvre, von Windſor oder vom Vati⸗ can, wenn es durch den Mund des Herzogs Franz beſonders ſprach. Laſſen Sie ſich im Muſée d'Ar⸗ tillerie den Bruſtharniſch zeigen, den dieſer Aelteſte von den Guiſe bei der Belagerung von Metz trug, und Sie werden daran die Spur von fünf Kugeln ſehen, von denen drei ſicherlich tödtlich geweſen wä⸗ ren, wären ſie nicht an dem ſtählernen Walle matt geworden.
Es war auch eine Freude für die Bevölkerung von Paris, wenn er aus dem Hotel Guiſe hervor⸗ kam, und bekannter und populärer als ſelbſt der König, auf Fleur⸗de⸗Lys oder Mouton reitend, — dies waren ſeine Lieblingspferde,— mit ſeinem
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