Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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Man weiß, wer Diana war; Karl war der Car⸗ dinal von Lothringen.

Uebrigens eine edle und ſtolze Familie, die Fa⸗ milie dieſer Guiſe! Als einſt der Herzog Claudius, in Begleitung ſeiner ſechs Söhne, um Franz 1. ſeine Huldigung darzubringen, zum Lever im Louvre kam, ſagte der König zu ihm:Mein Vetter, ich halte Euch für einen ſehr glücklichen Mann, da ich Euch ehe Ihr ſterbt, in einer ſo ſchönen und ſo reichen Familie wiedergeboren werden ſehe!

Und der Herzog Claudius hinterließ in der That, als er ſtarb, die reichſte, die gewandteſte und die ehrgeizigſte Familie des Königreichs. Dieſe von ihrem Vater dem König Franz I. vorgeſtellten ſechs Brüder hatten für ſich ungefähr achtmalhunderttauſend Livres Einkünfte, das heißt über vier Millionen von un⸗ ſerer gegenwärtigen Münze.

Zuerſt kam der Aelteſte, der, welchen man den Herzog Franz den Balafré, den großen Herzog von Guiſe nannte. Seine Stellung bei Hofe war bei⸗ nahe die eines Prinzen von Geblüt. Er hatte einen Almoſenier, einen Zahlmeiſter, acht Secretäre, zwan⸗ zig Pagen, achtzig Officianten oder Dienſtleute, eine Jägerei, deren Hunde nur der grauen Race des Königs, genannt königliche Race, nachgaben; Ställe voll von berberiſchen Pferden, die er aus Africa, der Türkei und aus Spanien bezog; Höfe voll von un⸗ ſchätzbaren Falken, die ihm von Soliman und von allen anderen ungläubigen Fürſten, um ſeinem Ruhme zu huldigen, zugeſchickt wurden. Der König von Navarra ſchrieb an ihn, um ihm die Geburt ſeines Sohnes zu melden, der ſpäter Heinrich W. wurde.