Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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merin? ſagte ſie zum Connetable von Montmo⸗ rench.

Catharine verſchluckte alle dieſe Beleidigungen: ſie wartete. Worauf wartete ſie? Sie wußte es ſicherlich ſelbſt nicht. Heinrich II., ihr königlicher Gemahl, war von demſelben Alter wie ſie, und von einer Geſundheit, die ihm lange Tage verſprach. Gleichviel, ſie wartete mit der Hartnäckigkeit des Genies, das, ſeinen eigenen Werth fühlend und ſchätzend, begreift, daß ihm, da Gott nichts Unnützes macht, die Zukunft nicht fehlen kann.

Sie hatte ſich ſodann auf die Seite der Guiſe gewandt.

Heinrich, ein ſchwacher Charakter, wußte nie allein Herr zu ſein: bald war er der Herr mit dem Connetable, und es waren die Guiſe, die den Kür⸗ zeren zogen, bald war er Herr mit den Guiſe, und der Connetable ſtand in Ungnade.

Man hatte auch auf König Heinrich II. folgen⸗ den Viervers gemacht:

Sire, si vous laissez, comme Charles désire, Comme Diane veut, par trop vons gouverner, Fondre, pétrir, mollir, refondre et retourner, Sire, vous nétes plus, vous wétes plus que cire*) le

*) Wir können nur den Sinn dieſes Verſes geben, da das Wortſpiel Sire und cire ſich nicht überſetzen läßt. Der Sinn iſt:Sire, wenn Ihr Euch, wie Karl es wünſcht, wie Diana will, zu viel be⸗ herrſchen, ſchmelzen, kneten, erweichen, umſchmelzen

und umdrehen laßt, Sire, dann ſeid Ihr nur noch Wachs.