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Wamms und ſeinen Beinkleidern von carmeſinrother Seide, ſeinem Sammetmantel, ſeiner Toque, auf der eine Feder von der Farbe ſeines Wammſes wogte, gefolgt von vierhundert Edelleuten, durch die Straßen der Hauptſtadt ritt. Da liefen Alle an ſeinen Weg, die Einen brachen Baumzweige ab, die Andern riſſen Blumen von ihren Stängeln, und ſie warfen Zweige und Blumen unter die Füße ſeines Roſſes und riefen:„Es lebe unſer Herzog!“
Und er, der ſich auf den Steigbügeln erhob, wie er es an Schlachttagen that, um weiter zu ſehen und die Streiche auf ſich zu ziehen, oder ſich nach rechts und nach links neigte, die Weiber, die Männer und die Greiſe höflich grüßte, den Mädchen zulä⸗ chelte, die Kinder ſtreichelte, er war der wahre König nicht vom Louvre, von Saint⸗Germain, von Fon⸗ tainebleau oder den Tournelles, ſondern der König der Straßen, der Kreuzwege, der Hallen; ein wahrer König, ein ächter König, da er der König der Her⸗ zen war!
Auf die Gefahr, den Waffenſtillſtand zu brechen, den Frankreich ſo ſehr nöthig hatte, zögerte auch, als der Papſt Paul III.,— aus Veranlaſſung eines Privat⸗ ſtreites mit den Colonna, welche die Unterſtützung, die ſie in Philipp II. zu finden gehofft, ſo kühn ge⸗ macht hatte, die Waffen gegen den heiligen Stuhl zu ergreifen,— als der Papſt, ſagen wir, aus Ver⸗ anlaſſung dieſes Streites, den König von Spanien ſeines Königreiches Neapel verluſtig erklärte und dieſes Reich Heinrich II. anbot, zögerte der König auch nicht, zum Obergeneral des Heeres, das er


