Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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ſo geſchah es im Galopp und bis ſich der beſte Ren⸗ ner ergeben hatte; wohnte ſie einem Concerte bei, ſo verurſachte ihr die Muſik elektriſche Schauer. Fun⸗ kelnd von Edelſteinen, gehätſchelt, umſchmeichelt, an⸗ gebetet, war ſie mit dreizehn Jahren eines der Wunder dieſes Hofes der Valvis, der ſo voll von Wundern. Catharina von Medici, welche außer ihrem Sohne Heinrich nicht viel liebte, ſagte:Un⸗ ſere kleine ſchottiſche Königin braucht nur zu lächeln, um alle franzöſiſchen Köpfe zu verdrehen.

Und von allen den reizenden Lobeserhebungen, welche die Vornehmſten des Hofes und die trefflich⸗ ſten Dichter der Zeit an ſie verſchwendeten, begriff ſie die Feinheiten; Proſa und Verſe hatten keine Ge⸗ heimniſſe für ſie; ſie ſprach Griechiſch, Lateiniſch, Eng⸗ liſch, Spaniſch und Franzöſiſch; wie ihr die Poeſie und die Wiſſenſchaft eine Krone bildeten, ſo forder⸗ ten die anderen Künſte ihre Aufmunterung. Bei ihren Hofreiſen, die ſie von Reſidenz zu Reſidenz führten, ging ſie von Saint⸗Germain nach Chambord, von Chambord nach Fontainebleau, von Fontaine⸗ bleau nach dem Louvre; hier blühte ſie unter den Plafonds von Primaticcio, den Bildern von Titian, den Fresken von Roſſo, den Meiſterwerken von Leo⸗ nardo da Vinci, den Statuen von Germain Pilon, den Sculpturen von Jean Goujon, den Monumen⸗ ten, den Säulenhallen, den Kapellen von Philibert Delorme, ſo daß man, ſah man ſie ſo ppetiſch, ſo reizend, ſo vollkommen unter allen dieſen Wundern des Genies, verſucht war, zu glauben, es ſei nicht eine dem Menſchengeſchlechte angehörende Schöpfung, ſondern eine Verwandlung der von Galatea ähnlich,