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dem römiſchen Rechte entnommen, und mit Aphoris⸗ men aus den Kopitularien Karls des Großen ent⸗ lehnt. Sobald man einen ſchriftlichen Vertrag mit ihm eingegangen hat, muß man auf einen Prozeß gefaßt ſein. Begnügt man ſich mit ſeinem Worte, ſo iſt allerdings ſein Wort wie Gold; nur iſt er nicht immer mit der Moral, wie ſie das Volk verſteht, in ſeiner Weiſe, es zu halten, im Einklang. Wir wer⸗ den nur ein Beiſpiel anführen, und zwar das, wel⸗ ches ihn in das abenteuerliche Leben, wobei wir ihn finden, geworfen hatte. Ein vornehmer Herr vom Hofe Franz I. ſchlug eines Tages ihm und drei von ſeinen Gefährten ein Geſchäft vor: er wußte, daß an demſelben Abend der königliche Schatzmeiſter vom Arſenal nach dem Louvre tauſend Goldthaler bringen mußte; das Geſchäft beſtand darin, daß man den
Schatzmeiſter an der Ecke der Rue Saint⸗Paul an⸗
halten, ihm die tauſend Goldthaler abnehmen und ſie alſo theilen würde: fünfhundert Thaler dem vor⸗ nehmen Herrn, der auf der Place Royale zu warten hätte, bis der Streich vollführt wäre, und der in ſeiner Eigenſchaft als vornehmer Herr die Hälfte der Summe forderte; die andere Hälfte für Procope und ſeine drei Gefährten, von denen ſo Jeder hundert und fünfundzwanzig Thaler bekäme. Es wurde von beiden Seiten das Wort verpfändet, und die Sache geſchah, wie man es verabredet hatte; nur, nachdem der Schatzmeiſter gehörig geplündert, grün und blau geſchlagen und in den Fluß geworfen war, mach— ten die drei Gefährten von Procope den Vorſchlag, gegen Notre⸗Dame zu ziehen, ſtatt zur Place Royale zu gehen, und die tauſend Goldthaler zu behalten,
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