Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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müßte. Ein Leibrock von kaſtanienbraunem Sammet, allerdings ein wenig verſchoſſen, ſteht, nachdem er durch die Heffnung der Schultern ſeine auf ſpaniſche Weiſe geſchlitzten, das heißt, nach der neuſten Mode geformten Aermel gezeigt hat, vier Finger breit unter dem unteren Ende des Harniſches vor und wogt mit einer gewiſſen Weite der Falten über einer grünen, nach demſelben Syſteme geſchlitzten Hoſe, die ſich in großen Stiefeln verliert, welche hoch genug, um den Schenkel, wenn man zu Pferde iſt, zu beſchützen, und geſchmeidig genug, um bis unter das Knie nie⸗ derzufallen, wenn man zu Fuße geht.

Er trällert ein Rondeau von Clement Marot, während er ſeinen feinen ſchwarzen Schnurrbart mit einer Hand kräuſelt und mit der andern ſein Haar kämmt, das er ein wenig länger trägt, als es zu jener Zeit Mode iſt, ohne Zweifel, um nicht die Vor⸗ züge der markigen Wellenformen, mit denen es die Natur begabt hat, zu verlieren.

Der Zweite iſt ein Mann von ungefähr ſechs und dreißig Jahren, nur hat er ein dergeſtalt von den Wunden, die es in allen Richtungen durchfurchen, benarbtes Geſicht, daß man ihm unmöglich ein be⸗ ſtimmtes Alter anweiſen kann. Der Arm und ein Theil der Bruſt ſind bei ihm unbedeckt, und auf dem, was man von ſeinem Leibe ſieht, kann man eine Serie von Narben nicht minder zahlreich als die, welche ſein Geſicht ſchmücken, wahrnehmen. Er iſt eben beſchäftigt, eine Wunde zu verbinden, die ihm einen Theil der zweiköpfigen Muskel entblößt hat; zum Glücke iſt die Wunde am linken Arme und wird folglich keine ſo ſchlimme Folgen haben, als wenn