Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1852)
Entstehung
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Welches dort meinen Sie, mein Herr? wieverholte Olympia.

Das dort, wo Herr d'Hoirae bei ſich iſt; das dort, wo Sie, das Gegentheil von Penelope, am Abend wie⸗ derherſtellen, was Sie am Tage zu nichte gemacht haben; das dort, wo ich ſo ſchwach bin, das zu lieben, was mich anderswo hintergeht.

Olympia ſtieß einen Schrei aus, der der Vorläufer eines heftigen Zorns war, einen Schrei, wie ihn die verwundeten Löwinnen ausſtoßen müſſen.

Dieſer Schrei machte den Abbé darauf aufmerkſam, daß er vielleicht zu weit gegangen war. Er wandte ſich daher von der Drohung der Beilegung zu und ſagte:

Wohlan, der Augenblick iſt gekommen, offenherzig zu ſprechen: ergreifen wir ein Verfahren, das uns aus dieſer zweideutigen Stellung herausbringt, ſpielen wir ein unverdecktes Spiel: keine Zweideutigkeit mehr.

Ja, ein offenes Spiel, erwiederte Olympia, welche mit allen ihren Kräften hörte, um wahrzunehmen, wo⸗ rauf dieſer Anfall von Wahnſinn hinauslaufe.

Nun denn, nicht wahr, ich habe mich als ein Gei⸗ ziger benommen?

Siebei welcher Gelegenheit?

Sie ſind nicht zufrieden mit dem, was ich Ihnen gegeben habe?*

Wie, verſetzte Olympia,was iſt das? mir ſcheint, Sie gehen vom Unverſchämten zum Unfläthigen über.

Erlauben Sie, liebe Olympia, laſſen Sie uns ein Malvon den materiellen Angelegenheiten reden, um nie mehr darauf zurückzukommen, und unſere Liebe wird ſich wohl dabei befinden.

Und ohne ſich um den Blick der Beſtürzung von Olympia zu hekümmeru, den er übrigens vielleicht mit ſeinen ſchlechten Augen nicht ſah, fuhr er fort:

Ich ſage alſo, Sie find gewahr geworden, daß Sie nicht genug mit dem haben, was die Coiffeuſe in Ihrem Namen von mir verlangt hat.

Olympia von Cléves. I. 17