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„Narrheit, ſo lange es Ihnen beliebt. Ja, Narr⸗ heit! doch wüthende Narrheit, nehmen Sie ſich in Acht.“
Und er ſchlug zum zweiten Mal auf den Tiſch.
„Ah! ah! Abbé,“ rief Olympia,„mich dünkt, Sie werden den Tiſch und die Porzellane zerbrechen!“
„Gut! ſchöne Bagatellen! Tiſche und Kryſtalle kauft man wieder für Gold, doch nichts erkauft wieder die geſchmähte Liebe und die verlorenen Illuſionen eines ehrlichen Mannes.“
„Wiſſen Sie,“ ſprach Olympia, die Stirne faltend, „wiſſen Sie, mein Herr, daß ich kein Wort von dem, was Sie ſagen, verſtehe2“
„Oh! genug der Würde, Madame, oder vielmehr genug der Komödie, beſonders derjenigen, welche darin beſteht, daß man mir einen Knebel in den Mund ſteckt, wenn ich mich beklagen will.“
„Sie wollen ſich beklagen! worüber, wenn ich bit⸗ ten darf?“
„Was haben Sie mir verſprochen?“
„Ich?“
„Ja; hatte ich das Recht, auf Sie zu zählen?“
„Ich, ich habe Ihnen etwas verſprochen?“
„Ich weiß wohl, was Sie antworten werden; ich weiß wohl, daß ich hier nicht bei mir, ſondern bei Herrn Banniöre bin.“
„Allerdings.“
„Sie werden aber zugeſtehen, die Geduld hat ein Ziel, und mein Zorn 4A
„Ihr Zorn, mein Herr,“ verſetzte Olympia,„Ihr Zorn wird am Ende den meinigen erregen, und ſtehen der Zorn von Ihnen und der meinige einmal einander gegenüber, ſo wird der meinige, darauf mache ich Sie aufmerkſam, den Ihrigen bitten, wegzugehen.“
„Madame,“ erwiederte der Abbé die Stimme er⸗ hebend,„Sie brechen Ihre Zuſagen; dulden Sie, daß ich Sie an dieſelben erinnere.“


