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ob Jemand im Zimmer ſei, den er mit ſeinem kurzſichti⸗ gen Auge nicht erblickt habe.
„Wie viel Krüge Marasquin haben Sie für Ihren Gebrauch behalten, mein lieber Herr d'Hoirac?“ fragte Olympia fortſpottend.
„Oh! laſſen Sie mich ein wenig vernünftig mit Ihnen reden,“ ſagte flehend der Abbé.
„Das wird in der That nichts ſchaden, denn bis jetzt haben Sie nur närriſch mit mir geſprochen.“
„Wahrhaftig, Oihmpia, legen Sie dieſe Maske ab, in der ich mich ſelbſt täuſche.“
„Dieſe Maske?“
„Wenn Sie wüßten, wie ſie mich leiden macht!“
„Welche Maske?“
„Oh! hören Sie,“ rief der Abbé, während er auf⸗ ſtand, um ſich vor Olympia auf die Kniee zu werfen; „es iſt mir unmöglich, Sie länger eine ſolche Komödie ſpielen zu ſehen, und„
Er hatte ſeinen Satz nicht geſchloſſen, er hatte ſeine Bewegung nicht vollendet, als die Coiffeuſe ins Zim⸗ mer ſtürzte und beinahe zwiſchen den Kurzſichtigen und ihre Gebieterin rollte.
Der erhabene Zorn von Olympia, die flehende Hal⸗ tung des Abbeé ſagten der Coiffeuſe, daß ſie im rechten Angenblick kam, und daß es eine Minute ſpäter um ihr Geheimniß geſchehen geweſen wäre.
Olympia, als ſie die Coiffeuſe ſo beſtürzt ſah, konnte ſich des Lachens nicht enthalten.
„Sie haben mich gerufen, Madame?“ ſagte die
viffeuſe.
„Nein, aber ich war im Begriffe, Sie zu rufen,“ erwiederte Olympia mit einem niederſchmetternden Blicke an die Adreſſe von Herrn d'Hoirac.
Der Abbé wollte ſich vertheidigen.
„Mein Herr,“ ſagte Olympia,„Sie wußten doch, unter welcher Bedingung ich Sie bei mir empfing.“
„Nun?“


