Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1852)
Entstehung
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Olympia war guter Laune. Sie bemerkte nicht, wie der Abbé unter ſeinen ſchwarzen Wimpern ſeine blauen Augen verdrehte, welche trotz ihrer Kurzſichtigkeit elek⸗ triſche Funken zu ſprühen ſchienen.

Die ſchöne Celimène hatte durch Claire die Sen⸗ dung des Marasquin erfahren. Sie verſpottete ſogleich den Abbé über den Proviant, den er geſchickt.

Er aber verſicherte ſich, ſo gut er es mit ſeinen durch eine Brille verſtärkten ſchlechten Augen thun konnte, daß Niemand im Zimmer war, und ſagte dann:

Sie ſind ganz allein?

Ja, ich glaube, antwortete Olympia, erſtaunt über die Frage.

Ich kann alſo offenherzig mit Ihnen reden?

Nichts hindert Sie.

Oh! wie eiferſüchtig bin ich! rief der Abbé.

Gut! Eiferſüchtig! und auf was? fragte Olympia.

Errathen Sie es nicht?

Bei meiner Treue, nein.

Eiferſüchtig auf den, welcher mir mein Glück nimmt, eiferſüchtig auf den, welcher mir mein Leben ſtiehlt.

Ah! gut! verſetzte Olympia,das packt Sie wieder!

Das hat mich nie verlaſſen.

Nun wollen Sie alſo wieder anfangen!

Wir ſind ja allein, meine liebe Seele.

Olympia gab einen Ausruf der Verwunderung von ſich, ſie glaubte ſchlecht gehört zu haben.

Der Abbé hielt inne und ſchaute ſie mit ſeinen großen Augen an.

»Haben Sie nicht geſagt meine Seele? fragte Olympia.

Ja wohl, erwiederte der Abbé,Sie ſind meine Liebe, mein Leben, meine Seele.

Olympia ſchlug ein Gelächter auf.

Der Abbé ſchaute ganz erſtaunt umher und ſuchte,