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guten Ziele zu führen geweſen. Banniére hatte beſtimmt werden müſſen, den Abbé d'Hoirac wieder erſcheinen zu ſehen; doch da er während der zwei bis drei Monate Abweſenheit des Abbé wahrgenommen, welche Achtung dieſer beſtändig in Beziehung auf Olympia bewieſen, ſo hatte er ſich völlig beruhigt. Was ihn aber vor Allem beruhigte, war die wohlbekannte Redlichkeit von Olympia.
Bannisre hatte den Abbé am Abend der Serenade viel weniger geprügelt, weil er eiferſüchtig war, als weil er verloren batte.
Was die Augen in Gegenwaet von Zeugen ver⸗ bergen, was die Augen ſagen, wenn ſich die Zeugen
entfernen, ein Verfahren, das die Gleichgültigen Coquet⸗
terie und die Intereſſirten verliebtes Schmachten nen⸗ nen, eine Art von magnetiſchem Einfluß, der von der liebenden Perſon zu der geliebten ſtrahlt, das war es, was der Abbé, in das Haus wiedereingeſetzt und feſt⸗ gehalten durch die Gegenwart der Coiffeuſe, vom Mor⸗ gen bis zum Abend bei Olympia zu üben ſich bemühte. obgleich Olympia, wie man erräth, nichts davon begriff und mit leichter Heiterkeit die zärtlichen und ſchwer⸗ müthigen Seufzer bezahlte.
D'Hoirac, wie alle diejenige, welche man ſehr betrogen hat, und die muthig auf ihrem falſchen Wege vorwärts gehen, indem ſie auf dem rechten zu ſein glauben, d'Hoirac bewunderte die Klugheit, die Zurück⸗ haltung dieſer liebenswürdigen Frau; er bedauerte es ungemein in ſeinem Herzen, ſie ſo ängſtlich in Beziehung auf Bannière zu ſehen, doch er hatte noch nicht genug die Gewohnheit angenommen, zu herrſchen, um es zu wagen, mit entblößtem Geſichte gegen eine Gewohnheit, welche älter als die ſeinige, zu kämpfen.
Es läßt ſich leicht begreifen, wie und bis zu wel⸗ chem Grade die Coiffeuſe, bei Olympia durch ihre Un⸗ terwürfigkeit wieder in Gnaden aufgenommen, den armen d'Hoirac überwachte und mäßigte.


