240
wollte ſich Erklärung darüber erbitten, aber ein Luft⸗ ſprung des Pferdes erſparte ihm die Commentare; ſie gab einen Schrei von ſich, als ſie den Abbé ſo den Sätzen des hitzigen Thieres preisgegeben ſah.
Er führte es indeſſen zurück, denn der Abbé war ein vortrefflicher Reiter, nur führte er es zu ſpät zurück, denn man näherte ſich der Stadt, und Olympia begnügte ſich damit, daß ſie zu ihm ſagte:
„Verlaſſen Sie mich, denn es würbe ein Geſchwätz zur Folge haben, ſähe man, daß ich mit Herrn Ban⸗ niore weggegangen bin und mit Herrn d'Hoirac zurück⸗ kehre. Verlaſſen Sie mich und kommen Sie zu mir, wann Sie wollen.“
„Oh!“ rief der Abbé aus.
„Doch unter einer Bedingung,“ fügte Olympia bei.
„Unter welcher?“
„Daß Sie mir nie ein Wort ſagen, welches Herr Banniore, den ich liebe, nicht mit Vergnügen hören könnte.“
Der Abés machte eine Grimaſſe, doch überzeugt, auch bei dieſem Umſtande werde der Nutzen den Schaden über⸗ wiegen, erwiederte er:
„Dank! Dank! ich verſpreche es Ihnen.“
Und ſein Pferd trug ihn diesmal ganz freudig quer⸗ feldein, während Olympia in die Stadt zurückkehrte.
Der Abbé hatte nichts Eiligeres zu thun, als ſein Glück der Corffeuſe zu erzählen, und die Coiffeuſe lief zur Catalane und erzählte dieſer ihre Verlegenheit.
„Wir ſind verloren, wenn dieſe zwei Weſen ſich wiederſehen,“ ſagte die Coiffeuſe zur Catalane,„denn indem ſie ſich wiederſehen, werden ſie Alles verderben.“
„Sie dürfen ſich nicht wiederſehen.“
„Unmöglich, da er die Erlaubniß von Olympia hat. Nur, ſobald er wieder dahin kommt, muß ich auch wieder zu ihr kommen.“
„Wie iſt das zu machen.“
„Ich werde darauf denken.“
—
n c—„——„
ℳ


