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wie die weichen Arme und die ſanften Finger eines Pre⸗ digers, der eine Rede hält, ſondern wie der drohende Arm und die krampfhaften Finger eines Schauſpielers, der eine Rolle ſpielt.
Und ſeit mehr als einer halben Stunde pſalmodirte und geſticulirte der Noviz ſo, als die plötzliche Ankunft eines Fremden, welcher an der Thüre der Kirche er⸗ ſchien, und deſſen haſtige, ungleiche Tritte auf den Plat⸗ ten erſchollen, den Pſalmodiſten unterhrach und die Ge⸗ berde der zweiköpfigen Armmuskel auf das Handgelenk als das einzige Gelenk einſchränkte, welche den Gläu⸗ bigen in einer Kirche nebſt der Knieſcheibe in Thätigkeit zu ſetzen geſtattet iſt, indem die letztere bei der Knie⸗ beugung und das erſtere für die Operation des mea culpa zu functioniren haben.
Wo ſich die Wahrheit des alten franzöſiſchen Sprüchworts:„Vas Rleid macht nicht den Mänch“, erweiſt.
Der Eintretende war ein Mann von acht und zwan⸗ zig bis dreißig Jahren, von einer nervöſen, kränklichen Organiſation, bleich, groß, anmuthig in ſeinen Bewe⸗ gungen, ausgezeichnet in ſeiner Haltung; reinlich ge⸗ kleidet, jedoch mit einer gewiſſen Nachläßigkeit, die nicht ohne Reiz war und die Mitte hielt zwiſchen der Ent⸗ blößung der vornehmen Herren und dem Sichgehenlaſſen der Künſtler. In einem Zuſtande tiefer Aufregung be⸗ griffen, zerdrückte er für den Augenblick ſeinen Hut unter ſeinem Arm und fuhr mit ſeiner weißen, gepflegten Hand durch ſeine in Schweiß gebadeten Haare.


