Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

gem ſche, anz ten, ein hne nter be⸗ der es⸗

der

gt;

ge⸗ ger hle n,

en er

9

ſehers zu belauern, und war er, ſtatt ein Zerſtreuter zu ſein, ein Heuchler?

Weder das Eine, noch das Andere.

Wer hinter ihn getreten wäre und hätte zugleich mit ihm in dem Buche geleſen, würde bemerkt haben, daß in dem Miſſal eine Brochure von kleinerem Format, von weißerem und friſcherem Papier verborgen war; eine Brochure, deren typographiſche Juſtirung unregel⸗ mäßig, das heißt von jenen ungleichen Zeilen gebildet war, welche neun und zwanzig Jahre ſpäter Meiſter André als Kriterion dienen ſollten, um die Verſe von der Proſa zu unterſcheiden, wenn er ſie mit einem Bindfaden maß, um ſie nicht zu lang und nicht zu kurz zu machen.

Man durfte ſich alſo nicht wundern, daß dieſer Noviz die Ueberraſchungen befürchtete. Das iſt das Eigenthümliche von jedem Schüler, der in der Klaſſe ein verbotenes Buch in ſeinem Lehrbuche verbirgt. Nur iſt ein Unterſchied zwiſchen den verbotenen Büchern, wie ein Unterſchied zwiſchen den Menſchen iſt; es gibt das ein wenig verbotene Buch und es gibt das ſehr verbotene Buch; es gibt, welche die Strafauf⸗ gabe von hundert Verſen nach ſich ziehen, und es gibt,

welche die Zurückbehaltung des Schülers oder gar das

Gefängniß zur Folge haben.

Zu welcher Klaſſe gehörte das Buch, das der Jünger von Loyola las, und in das er ſeine Augen und ſeinen Geiſt ſo glühend tauchte?

Um dieſes Problem zu löſen, hätte ein Beobachter nicht einmal nöthig gehabt, ſich ihm zu nähernz er hätte Alles an der ſchaukelnden Bewegung ſeines Kopfes, an einer gewiſſen geheimnißvollen Cadenz ſeiner Stimme, die ſich von der Pſalmodie entfernte, um ſich jener da⸗ mals im Theater angenommenen Art von Geſang zu nähern, erkannt. Seine Ueberzeugung hätte endlich vollſtändig werden können bei gewiſſen Geberden, welche unvorſichtig der Arm und die Finger des Novizen entwickelten, nicht