Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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„Nun, es gibt für Ihre Vergehen, meine liebe Sſ ein analoges Mittel des Wiederer⸗ atzes.“

„Was wollen Sie damit ſagen?“

„Sie haben die Ehre Ihres Gemahles geſtoh⸗ len; wo eine Wiederherſtellung derſelben nicht mög⸗ lch iſt, wiegt ein freies, offenes, ehrliches Ge⸗ ſtändniß Ihres Vergehens in einem ſolchen Fall eine Wiederherſtellung auf.“

„Und wie?“ rief die Marſchallin. Aber ſie hielt plötzlich inne, als fürchtete ſie, man möchte ihre Stimme hören. Sie erhob ſich in ihren Kiſſen und den Kopf nach dem Abbé wendend, ſah ſie ihn ſo ausdrucksvoll an, daß er, deſſen Nerven⸗ ſyſtem nicht gerade ſehr empfindlich war, unwill⸗ kürlich ſchauerte.

„Sie ſchauern, Herr Abbé?“ ſagte die Prin⸗ zeſſin, indem ſie ihn mit der gleichen Feſtigkeit an⸗ zuſehen fortfuhr.

„Gewiß, meine Schweſter!“ antwortete der Abbé Bouquemont ganz verlegen.

„Sie ſchauern ſelbſt bei dem Gedanken an eine ſo furchtbare Art, ſein Vergehen zu ſühnen,“ fuhr die Sterbende tief bewegt fort.

„Weil ich wirklich, meine Schweſter, wenn ich die Folgen bedenke, die ein ſolches Geſtändniß kann, lebhaft von Mitleid für Sie bewegt in.“

„Alſo für mich allein beunruhigen Sie ſich, Herr Abbé?“

„Gewiß, meine Schweſter.“

„Das iſt ſchön,“ ſagte die Prinzeſſin, nachdem