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ausgeſprochen, nicht mal vor Ihnen, auf den ich doch ein ſo unbedingtes, unbegrenztes Vertrauen habe, ſo geſchah es, weil ich dachte, der Schmerz einer von ihrem Gatten geliebten Frau könne nur eine Urſache haben, ein Vergehen!“
„Marſchall,“ unterbrach ihn der Arzt erröthend, „glauben Sie mir, daß ich nie, auch nur einen Augenblick einen ähnlichen Gedanken gehegt!“
„Das bin ich überzeugt, mein Freund,“ ſagte der Marſchall, indem er die Hände des Doctors kräftig ſchüttelte,„doch jetzt Adien! Sie haben keine beſondern Befehle in Beziehung auf die Behand⸗ lung der Prinzeſſin zu geben?“
„Nein, Marſchall,“ antwortete der Arzt.„Das Leben der Frau Prinzeſſin wird geräuſchlos er⸗ löſchen; zwiſchen ihrem Tod und ihrem Leben wird kein anderer Unterſchied ſein als zwiſchen der brennenden und der erlöſchenden Kerze; ſie wird ruhig die Augen ſchließen, um zu ſterben, als wenn ſie ſchlafen wollte, und der Tod wird von ihrem Schlaf nur den Unterſchied haben, daß es ein ewiger Schlaf iſt.“
Der Marſchall de Lamothe Houdan neigte trau⸗ rig den Kopf und drückte dem ſcheidenden Doctor noch einmal gerührt die Hand.
Einen Augenblick ſpäter trat der Marſchall in das Zimmer der Prinzeſſin; ſie lag auf ihrem Bette, in Weiß gekleidet wie eine Braut, und mit einem Geſichte von ſo zarter Farbe, wie ihre Klei⸗ der; ja ſie machte mit ihren Haaren, ihrem Ge⸗ ſichte, ihren Kleidern, den Draperien ihres Bettes den Eindruck, als ob ſie bereits in ihrem Leichen⸗


