Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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„Sie täuſchen ſich!“ machte der Prälat,„nicht zur Marquiſe gilt es zu eilen.“

„Wohin denn?“

„Zum Abbé Bouquemont.“

„Sie haben Recht, Monſeigneur; ihre Seele iſt noch kranker, als ihr Körper. Leben Sie wohl denn, mein würdiger Freund, Gott ſtehe Ihnen bei auf Ihrer langen Reiſe!“

„Ich werde auf meinem langen Wege für Sie und Ihre Familie beten,“ antwortete der Prälat, ſeine Hände auf der Bruſt kreuzend.

Die Marquiſe fuhr in ihrem Coupe weg. Eine Viertelſtunde ſpäter führte eine Caleſche mit vier Poſtpferden Monſeigneur Coletti auf den Weg nach Rom.

CXVII. Wo der Abbe Vouquemont fortfährt, ſeine Streiche zu machen.

Die Marſchallin de Lamothe Houdan war aller⸗ dings einige Augenblicke nach dem Weggange der Marquiſe de la Tournelle und des würdigen Abbé Bouquemont von einem ſolchen Krampfe erfaßt worden, daß die Kammerzofe, die in jenem Augen⸗ blicke bei ihr war, durch das ganze Hötel rief: „Die gnädige Frau ſtirbt.“

Der alte Arzt des Marſchalls, den die Prin⸗ zeſſin beſtändig abgewieſen, eilte, von Gruska davon unterrichtet, in aller Eile herbei und erkannte an