Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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Sie wohl, daß im Muſeum von Antwerpen ein gewiſſer Chriſtus von Van Dyk iſt.

„Monſeigneur,“ unterbrach ihn der Abbg Bou⸗ quemont erröthend.„Warum glauben Sie zu Drohungen Zuflucht nehmen zu müſſen, um Ihre ergebenen Diener das thun zu machen, was Sie fordern?“

„Ich glaube das nicht. Ich habe ein gutes Spiel; ich bin in der Vorhand und lege meine Karten auf den Tiſch. Das iſt Alles.“

Der Abbs biß ſich auf die Lippen, aber nicht ſo ſanft, daß man nicht das Knirſchen der Zähne gehört hätte; er ſenkte den Blick, aber nicht ſo raſch, daß der Prälat nicht einen Blitz hätte hervorleuch⸗ ten ſehen.

Monſeigneur Coletti wartete einen Augenblick, bis der Abbé die Stellung eingenommen, die er wünſchte.

„Ah!“ machte der Zeſuit,„jetzt, da wir ein⸗ verſtanden ſind, hören Sie mich: die Marſchallin de Lamothe Houdan iſt eine Sterbende; Sie ha⸗ ben nicht lange Zeit, in der Sie ihr Beichtvater ſein werden; aber mit Eifer und Intelligenz kann man die Minuten zu Tagen, die Tage zu Jahren machen.“

„Ich höre, Monſeigneur.“

„Wenn Sie die Beichte der Prinzeſſin gehört, werden Sie die Inſtructionen verſtehen, die ich Ihnen gebe und die Ihnen bis dahin etwas ver⸗ wirrt erſcheinen können.“

„Ich werde verſuchen, darin klar zu ſehen,“ machte der Abbé Bouquemont mit einem Lächeln.