Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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nachdem er durch ein Wunder aus den Emeuten der Rue St. Denis glücklich entkommen, ſiegreich in ſeine Heimath, Rue de Jeruſalem, zurückgekehrt war.

Man wird ohne Zweifel erſtaunt ſein, dieſe eigenthümliche Perſönkichkeit bei unſerem italieni⸗ ſchen Jeſuiten zu finden; wenn man uns jedoch in ſein Oratorium folgen will, ſo wird man in dieſer Richtung ſehr raſch aufgeklärt ſein.

Bei dem Anblick Monſeigneur Coletti's kreuzte Longue Avoine ſeine beiden Hände auf der Bruſt.

„Nun denn,“ fragte der Raliener,„was iſt das Reſultat Ihrer Nachforſchungen? Seien Sie kurz und ſprechen Sie leiſe.“

„Das Reſultat iſt vortrefflich, Monſeigneur, und hat keine langen Nachforſchungen erfordert; es ſind die größten Intriguanten der Chriſtenheit.“

„Woher konmen ſie?“

„Von demſelben Lande wie ich, Monſeigneur.“

„Und woher kommen Sie?“

„Aus meiner Heimath: aus Lothringen.“

„Aus Lothringen?“

„Ja, und Sie kennen das Sprüchwort: Lor- rain traitre à Dieu eteà son Prochain*)2“ „Das iſt ſehr ſchmeichelhaft für Sie und für die Beiden. Und wo haben ſie ihre Studien ge⸗ macht?“

„Im Seminar zu Nancy; nur wurde der Abbé fortgejagt.“

„Warum?“

Ein Lothringer verräth Gott unb ſeinen Nächſten.