Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

58

„Es genügt, wenn Eure Eminenz ihm ſagne, daß Sie wiſſen, weßhalb; er wird, dafür ſtehe ich, nicht auf einer Erklärung beharren.“

„Und ſein Bruder?“

„Ah, mit dem iſt's eine andere Sache; ich kenne von ihm die genauſten Details. Der König Sta⸗ nislaus, welcher Patron einer kleinen Kirche in der Umgegend von Nancy geweſen, hatte dieſer einen Chetus von Van Dhk geſchenkt. Nach und nach hatte man den Werth dieſes Bildes vergeſſen, welchen Bonquemont, der Maler, gar wohl kannte. Er bat um die Erlaubniß und erhielt ſie, eine Copie von demſelben zu machen; als er ſie fertig hatte, unterſchob er die Copie dem Original und ver⸗ kaufte das Original um 7000 Franken an das Antwerpner Muſeum. Die Sache wurde ruchbar und hätte ohne Zweifel ſehr unangenehme Folgen für den Künſtler haben können, wenn der Abbeé, der bereits dem Hauſe von Saint Acheul aggregirt war, nicht von dem Obern dieſes Hauſes gehalten worden wäre. Die Geſchichte wurde vertuſcht; ſo⸗ bald ſie jedoch von einem Manne Ihrer Stellung wieder auf das Tapet gebracht würde, bekäme ſie ihre ganze Bedeutung wieder.“

„Gut; ich habe gehört, die Namen, die ſie führ⸗ ten, ſeien nicht ihre wahren Namen. Wiſſen Sie etwas in dieſer Beziehung?“

„Ganz wahr. Ihr wirklicher Name iſt Madou und nicht Bouquemont.“

„Wie haben ſie gelebt, ſeit dem Tage, als ſie Nanch verließen?“

„Phyſiſch ziemlich gut; moraliſch ſehr ſchlecht: