CXVI. Der Partherpfeil.
Auf den Abend deſſelben Tages hatte der ita⸗ lieniſche Prälat, wie man ſich erinnert, den Abbé Bouguemont zu ſich beſtellt.
Der Abbs fand den Biſchof mitten in den letz⸗ ten Vorbereitungen zu der Reiſe.
„Treten Sie in mein Kabinet,“ ſagte der Prä⸗ lat,„ich werde in einem Augenblicke bei Ihnen ein.*
Der Abbs gehorchte.
Darauf ſagte Monſeigneur Coletti, an ſeinen Diener gewandt:
„Iſt die Perſon, die ich rufen ließ, in meinem Oratorium?“
„Jä, antwortete der Diener.
„Gut. Ich bin für Niemand zu ſprechen, als für die Marquiſe de la Tournelle.“
Der Diener verbeugte ſich.
Monſeigneur ging in ſein Oratorium.
Dort wartete in einer Ecke ſtehend eine ma⸗ gere, blaſſe Geſtalt, mit langem Haare, welche dem, der ſie trug, den Vortheil bot, eine frappante Aehn⸗ lichkeit mit Baſil in der„Hochzeit des Figaro“ oder dem Pierrot der Pantomime zu haben.
Dieſe Perſon werden unſere Leſer vergeſſen ha⸗ ben; aber mit zwei Worten rufen wir ſie ihnen wieder in's Gedächtniß zurück: es iſt der Geliebte der Stuhlvermietherin, einer der Vertrauten des Herrn Jackal, der ſogenannte Longue Avoine, der,


