Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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ob ein ſolcher Act unſeres Lebens nicht, wenn wir einſt nicht mehr ſind, einen böſen Schatten auf den leuchtenden Schild unſrer Ahnen werfen kann. Der Herr Abbé Bouquemont iſt der tugendhafte Mann, dem in Ihnen aller fleckenloſe Ruhm der Familie übergeben iſt; wollen Sie deßhalb, Prin⸗ zeſſin, vor Ihrem Weggang, dem Herrn Abbé Bou⸗ quemont für die Aufopferung danken, von der er einen Beweis gibt, indem er ſich einer ſo ſchweren Aufgabe unterzieht?“

„Ich danke!“ murmelte die Prinzeſſin laconiſch, ohne den Kopf umzuwenden.

„Und ihm einen Tag zu beſtimmen,“ fuhr die Marquiſe entrüſtet fort.

„Morgen!“ antwortete die Marſchallin de La⸗ mothe Houdan mit derſelben Gleichgültigkeit.

„Kommen Sie, Herr Abbé,“ ſagte Madame de la Tournelle, indem ihr das Roth auf die Stirne ſtieg;„und bis die Frau Prinzeſſin Ihnen den Dank weiht, der Ihnen gebührt, empfangen Sie an ihrer Statt meinen glühendſten Dank.“

Damit gab ſie dem Abbé einen Wink und führte ihn mit dem kalten und trockenen Worte weg:

„Leben Sie wohl, Prinzeſſin.“

„Adieu,“ antwortete dieſe in einem Tone, in welchem man ſchwer auch nur die geringſte Unge⸗ haltenheit entdecken konnte..

Dann zog ſie ein Cryſtallglas an ſich, in das ſie einen Löffel von vergoldetem Silber tauchte und begann wieder von ihren Roſenconſerven zu eſſen.