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Tode nahe ſei und der Gedanke an dieſen machte feinen andern Eindruck auf ſie, als die Erinnerung an das Leben.
Auf dieſem Punkte war ſie angekommen, als der Marſchall de Lamothe Monſeigneur Coletti verabſchiedete. Obgleich noch jung, waren ihre ſchwarzen Haare bereits gebleicht; ihre Stirne, ihre Wangen, ihr Kinn, ihr ganzes Geſicht war von derſelben Weiße, wie ihre Haare, daß man hätte glauben ſollen, man habe die Todtenmaske ei⸗ ner dem Tode Zuvorgekommenen vor ſich.
Da man ſie nicht klagen hörte, beunruhigte ſich Niemand darüber, als Regina, die ihr zweimal ihren Arzt geſchickt, aber die Prinzeſſin hatte ent⸗ ſchieden ſich geweigert, ihn zu empfangen. Worin beſtand ihre Krankheit? Niemand hatte es je ge⸗ ſagt, weil Niemand es je gewußt. Sie untergrub ſich ſelbſt. Es war ein Gebäude, das in ſeinen Grundfeſten verrottet war, ohne daß Jemand einen Grund ſeines Ruins wußte; einer jener Palm⸗ bäume Africa's, die nach und nach verdorren, wenn es ihnen an Waſſer fehlt, das ſie erfrifchte, oder an Luft, die ſie belebte.
In dieſer Geiſtesverfaſſung ſchien die Prin⸗ zeſſin Regina der Erde bereits nicht mehr anzu⸗ gehören und verlangte nichts, als die letzten Tage ihres Lebens in Ruhe zuzubringen oder vielmehr in Ruhe zu ſterben.
Aber die Marquiſe von la Tournelle oder viel⸗ mehr Monſeigneur Coletti hatte anders beſchloſſen.
Als in Folge der Verabſchiedung des Prälaten aus dem Hotel de Lamothe Houdan, und der Stellver⸗


