Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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einen Funken aus der Aſche dieſes erloſchenen Herzens hervorgelockt. Aber dieſer Augenblick hatte die Dauer eines Blitzes. Der erſte Kuß, den der Marſchall de Lamothe Houdan auf die Stirne des Kindes drückte, hatte ſie bis in ihr Inner⸗ ſtes erbeben machen. Ihre ganze Seele hatte ſich empört und von dieſem Augenblicke war die arme Regina ihr nicht verhaßt, aber gleichgültig geworden.

Die Geburt der kleinen Abeille einige Jahre ſpäter hatte auf ſie keinen andern Eindruck ge⸗ macht. Ihr Herz war für immer verſchloſſen.

Das war die Urſache ihres Alleinſtehens: es war ein langer Act voll ſtummen tiefen Herzens⸗ kummers, ohne Murren und Jammern.

er einzige Vertraute diefer leidenden Seele war Monſeigneur Coletti. Ihm allein hatte ſie ihre Seele anvertraut, und er allein hatte ihren ſtummen Schmerz verſtanden.

Um zu ſagen, bis zu welchem Punkte ſie an den letzten Grenzen der Gefühlloſigkeit gekommen, müſſen wir unſern Leſern nun geſtehen, daß ſie bei der Nachricht, ihre Tochter heirathe den Grafen Rappt, nur innerlich gezittert, ohne die Gründe zu ekämpfen, mit denen der Graf ſein ungeheures Verbrechen zu entſchuldigen ſuchte.

Es lag in dieſer Reſignation etwas von mos⸗ lemitiſchem Fatalismus.

Seit dieſem Augenblicke brach, ohne daß eine Klage über ihre Lippen kam, ihr Körper in gleichem Schritte mit ihrer Seele. Sie fühlte, daß k dem

Dumas, Salvator. VIII.