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„Ob Sie mir ergeben ſind, oder nicht, Herr Abbé,“ ſagte Monſeigneur Coletti ſtreng,„das iſt gleichgültig. Ich habe mich ſeit langer Zeit an die ündankbarkeit der Menſchen gewöhnt. Was mir aber wichtig, iſt, daß Sie wenigſtens den Schein der Ergebenheit annehmen, das heißt ſtumm und blind ſind, daß Sie meinem Willen Folge leiſten, das Werkzeug meiner Plane ſind. Fühlen Sie den Muth in ſich, wie groß auch Ihr Ehrgeiz iſt(und er iſt groß), mir unbedingt zu gehorchen? Bemer⸗ ken Sie wohl, daß Ihr Intereſſe im Spiele iſt, daß Ihre Sünden Ihnen nur unter dieſer Bedin⸗ gung erlaſſen werden können.“
Der Abbé wollte antworten.
Der Biſchof hielt ihn zurück.
„Ueberlegen Sie, ehe Sie antworten,“ ſagte er zu ihm,„bedenken Sie einfach, zu was Sie ſich verpflichten, und antworten Sie mir nur, wenn Si die Kraft in ſich fühlen, Ihr Verſprechen zu
alten.
„Wohin Sie mir zu gehen befehlen, ich werde folgen, Monſeigneur; wie Sie mir zu handeln be⸗ fehlen, werde ich handeln,“ antwortete Abbé Bou⸗ quemont mit zuverſichtlichem Tone, nachdem er einen Augenblick nachgedacht.
„Gut!“ ſagte der Biſchof, indem er aufſtand. „Wenn Sie von der Marſchallin von Lamothe Houdan kommen, ſo beſuchen Sie mich, ich werde Ihnen die weiteren Inſtructionen geben.“
„Und ich ſchwöre Ihnen, ſie zu Ihrer voll⸗ ſtändigen Zufriedenheit zu erfüllen, Monſeigneur,“ ſagte der Abbé, indem er ſich verbeugte.
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