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Er betrachtete den Biſchof mit einem Blicke, welcher deutlich den Gedanken ausſprach:„Wo zum Teufel will er mich denn hinführen? Wir müſſen uns feſthalten.“
Der Biſchof, zum mindeſten eben ſo mißtrauiſch, als ſein Partner, ahnte ſeine Zweifel, und um ſie zu zerſtreuen, bedurfte es nur einiger Worte.
„Sie ſind ein großer Sünder, Herr Abbé,“ ſagte er,„und indem ich Ihnen dieſen glänzenden
Poſten biete, gebe ich Ihnen das Mittel, Ihre
größten Sünden zu tilgen. Die Leitung des Ge⸗ wiſſens der Marſchallin de Lamothe Houdan iſt für die Religion eines der nützlichſten und frucht⸗ bringendſten Werke. Was Sie deßhalb für ſie thun, iſt auch für Sie ſelbſt gethan. In drei Ta⸗ gen werde ich reiſen. Für alle Welt gehe ich nach China; für Sie allein bin ich in Rom. Dorthin werden Sie Ihre Briefe an mich richten, in denen Sie mir auf's Genaueſte Ihre Einwirkung auf das Herz der Marſchallin und auf die Lage der Dinge ſchildern.“
„Aber, Monſeigneur,“ warf der Abbé ein,„wie ſoll ich auf das Herz der Frau Manſchallin ein⸗ wirken? Ich habe nur die Ehre, ſie vom Hören⸗ agen zu kennen und werde ſehr in Verlegenheit in dem Sinne zu handeln, wie Sie es wün⸗
en.“
„Herr Abbe, ſehen Sie mir in's Geſicht,“ ſagte der Biſchof. 3
Der Abbé erhob den Kopf, er hatte jedoch Laſe Mühe, den Biſchof anders, als mit ſchielem
licke anzuſehen.


