Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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heils. Man kann ſie Alles ſagen und thun laſſen, was man will.“

„Still, Frau Marquiſe, das iſt möglich. Ich hätte es vielleicht auch gekonnt; aber gerade, weil ſie Alles thut und ſagt, was man ſie thun und ſagen laſſen will, wird ſie auch das Schlechte thun, wenn man es ihr anräth.“

„Wer würde dieſe Kühnheit, oder vielmehr dieſe Frechheit beſitzen?“ fragte die Frau Marquiſe.

„Der, welcher die größte Macht über ihren Geiſt hat, weil ſich vor ihm ihr Gewiſſen am meiſten beunruhigt fühlt: ihr Gemahl, mit einem Worte, der Morſchl de Lamothe Hondan.“

„Aber mein Bruder hat nie daran gedacht, auf die Stimmungen der Marſchallin Einfluß üben zu wollen.“

„Sie täuſchen ſich, Frau Marguiſe, er quält ſie, er verletzt ſie, er wirft den Keim ſeiner Gottloſigkeit in ihr Herz. Die arme Frau hat tauſend Wunden empfangen. Glauben Sie mir, wenn wir nicht treffen, wird er ſie noch morden.“

„Das dürfen nur Sie ausſprechen, Monſeig⸗ neur, ſonſt würde ich dieſen Worten keinen Glau⸗ ben ſchenken.“

„Das durfte nur er ausſprechen, ſonſt hätte ich der Sache auch keinen Glauben geſchenkt... Ich komme ſo eben von ihm, und aus einem ſtürmi⸗ ſchen Geſpräche, in welchem er mir ſein Glaubens⸗ bekenntniß ablegte, habe ich ſeine Grauſamkeit er⸗ kannt; aber das war nur der Anfang des Geſprächs.

Wiſſen Sie, was das Reſultat war? Der Mar⸗ ſchall hat mir nach einigen nicht näher zu bezeich⸗