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es Ihnen Ihr Herz befiehlt, und wenn Sie keinen Erfolg haben, ſo möge Gott dieſer Sünderin ver⸗ geben. Aber es exiſtirt noch eine andere Perſon, bei der Sie einen großen Einfluß genießen, und auf dieſe Perſon möchte ich Ihr wachſames Augen⸗ merk richten.“
„Sie wollen von der Prinzeſſin Rina ſprechen, Monſeigneur.“
„Allerdings, von der Frau Marſchallin Lamothe Hondan möchte ich mit Ihnen reden. Ich habe ſie ſeit zwei Tagen nicht geſehen; aber vor zwei Tagen fand ich ſie ſo blaß, ſo ſchwach, ſo matt, daß, wenn ich mich nicht ſehr täuſche, eine tödtliche Krankheit an ihrem Herzen nagt, und ſie, ehe ein paar Tage vergehen, vor Gott ſtehen wird.“
„Die Prinzeſſin iſt ſehr gefährlich krank, wie Sie ſagen, Monſeigneur, ſe will keinen Arzt empfangen.“
„Ich weiß es; auch kann ich Ihnen, ohne befürch⸗ ten zu müſſen, mich zu täuſchen, ſagen, daß die Prin⸗ zeſſin in Kurzem ihre ſterbliche Hülle abſtreifen wird. Aber es iſt ihr Seelenzuſtand, der mich be⸗ unruhigt! Wem ſoll ich ſie in dieſen letzten Augen⸗ blicken anvertrauen? Außer Ihnen, Frau Mar⸗ quiſe, vernichtet Alles, was ſie umgibt, das wieder, was wir für ihr Seelenheil gethan. Da ſie ohne Widerſtandskraft, ohne Willen, ohne Feſtigkeit iſt, wird man ſie bedrängen und wer weiß, was dieſe Abſcheulichen mit dieſer armen Creatur beginnen?“
„Niemand hat Macht über die Prinzeſſin,“ ver⸗ ſetzte Frau von la Tournelle;„ihre Indolenz und ihre Schwäche ſind eine Garantie ihres Seelen⸗


