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Er fuhr fort:
„Sie nehmen alſo den Herrn Abbé als Beicht⸗ vater an?“
„Von ganzem Herzen iſt er mir willkommen und ich danke Ihnen auf's Innigſte dafür, daß Sie das Schickſal Ihrer ergebenen Dienerin ſo ſorg⸗ fältiger Erwägung gewürdigt haben.“
„Einer andern erſon, Frau Marquiſe, wird meine Wahl vielleicht nicht in gleichem Grade ge⸗ fallen, wie Ihnen.“
„Von wem wollen Sie ſprechen?“
„Von der Gräfin Rappt. Ich habe ihre Fröm⸗ migkeit ſeit einigen Wochen ſehr kalt, ſehr läſſig gefunden. Dieſe Frau ſchreitet lächelnd an tiefen
Abgründen hin. Gott weiß, wer ſie retten kann!“
„Ich werde es verſuchen, Monſeigneur, obgleich ich zweifle, daß es mir gelingen werde. Es iſt ein verfinſtert Herz und nur ein Wunder kann ſie ret⸗ ten; ich werde jedoch all' meinen Einfluß auf ſie anwenden, und wenn ich nicht reüſſire, ſo glauben Sie mir, Monſeigneur, daß nicht die ſchwache Hin⸗ gebung für unſere heilige Religion daran die Schuld trägt.“
„Ich kenne Ihre Frömmigkeit, Ihren Eifer, und wenn ich Ihre Aufmerkſamkeit auf den mitleidens⸗ werthen Zuſtand dieſer Seele richte, ſo geſchieht es nur, weil ich weiß, wie ſehr Sie unſerer heiligen Mutter Kirche ergeben ſind; auch wollte ich Ihnen die Gelegenheit bieten, mir einen neuen Beweis da⸗ von zu geben, indem ich Sie mit einer Sendung von ſo hoher Wichtigkeit betraute. Was die Gräfin Rappt betrifft, ſo handeln und ſprechen Sie, wie


