Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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Ihnen, indem ich Ihnen einen Auftrag von der höchſten Wichtigkeit gebe.“

„Sprechen Sie, Monſeigneur.“

„Auf dem Punkte, abzureiſen, bin ich natürlich über das Wohl der Seelen, die mir Gott anzu⸗ vertrauen mich würdigte, in Sorgen.“

„Ja, Sie haben Recht!“ murmelte die Mar⸗

e.

„Nicht, daß es keine ehrenwerthen Männer gäbe, welche meine Schaafe hüten könnten,“ fuhr der Biſchof fort,„ſondern ich fürchte, es werden ge⸗ wiſſe Seelen in der Abweſenheit ihres gewöhnlichen Hirten über dieſe und jene Lebensregel, die ich ihnen als Quelle künftigen Glückes bezeichnete, in Ungewißheit und Schwanken gerathen; unter dieſen glänbigen Lämmern dachte ich natürlich an das gläubigſte, an Sie, Frau Marquiſe.“

„Ich habe dies von Ihrem Wohlwollen, Ihrem beſorgten Herzen erwartet.“

„Ich habe mich lebhaft damit beſchäftigt, einen Stellvertreter für mich zu finden und ich wählte einen Mann, der Ihnen genügend bekannt iſt. Wenn meine Wahl nicht nach Ihrem Sinne it, ſo dürfen Sie nur ſprechen, Marquiſe. Mein Empfohlener iſt ein ſehr frommer, ein ſehr vorzüglicher Mann: der Abbé Se

„Ihre Wahl konnte nicht beſſer ausfallen, Mon⸗ ſeigneur, der Abbé Bouquemont iſt nach Ihnen ei⸗ ner der tugendhafteſten Männer, die ich kenne.“

Dieſes Compliment ſchien Monſeigneur Coletti nicht ſonderlich zu freuen, denn er kannte in Be⸗ ziehung auf Tugend keinen Rivalen.