Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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„Die Urſache,“ antwortete der Biſchof ſalbungs⸗ voll,„iſt die Nächſtenliebe, der Zweck der Triumph des Glaubens.“

„Sie gehen alſo auf eine Miſſion?“

„Ja, Marquiſe.“

„Weit?“

„Nach China.“

Die Marquiſe ſtieß einen Schrei des Schreckens aus. „Sie haben Recht,“ ſagte ſie traurig,„Sie ſcheiden vielleicht für immer.“

„Es muß ſein, Marquiſe!“ rief der Biſchof mit der emphatiſchen Feierlichkeit, zu der Peter der Eremit ihm Vorbild geweſen, als er ſagte:„Gott will es!“

„Leider!“ ſeufzte Frau von la Tournelle.

„Machen Sie mich nicht muthlos, liebe Mar⸗

quiſe,“ ſagte der Biſchof, eine tiefe Rührung

heuchelnd.„Mein Herz iſt ohnedies ſchon zu ſehr zur Schwäche geneigt, wenn ich daran denke, daß ich Gläubige, wie Sie, zurücklaſſe.“

„Und wann wollen Sie gehen, Monſeigneur?“ fragte Frau von la Tournelle.

„Morgen vielleicht, jedenfalls übermorgen. Mein Beſuch iſt, wie Ihnen ſagte, gewiſſermaßen ein Abſchiedsbeſuch. Ich ſage gewiſſermaßen, denn ich habe Ihnen eine Miſſion zu geben und ich ſcheide auch mit beruhigtem Herzen, wenn ſie vollzo⸗ gen iſt.“

„Was wollen Sie ſagen, Monſeigneur? Sie wiſ⸗ ſen, daß Sie keine ſo ergebene und treue Dienerin haben, als mich.“

„Ich weiß es, Marquiſe, und ich iit es