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war ſeine hohe Loyalität für alles Gute wahr⸗ für das Schlechte hermetiſch ver⸗ hloſſen.
Er empfing daher den Biſchof als den Prie⸗ ſter, in deſſen Hände er das koſtbare Gut des Gewiſſens ſeiner Frau niedergelegt: er begrüßte ihn reſpectvoll, und an einen Fauteuil tretend, gab er ihm das Zeichen, ſich zu ſetzen.
„Verzeihen Sie mir, Herr Marſchall,“ ſagte der Biſchof,„daß ich Sie in Ihren wichtigen Ge⸗ ſchäften ſtöre.“
„Ich habe zu ſelten Gelegenheit, Sie zu ſehen, Monſeigneur,“ antwortete der Marſchall,„um ſie nicht mit Freuden zu ergreifen, wo ſie ſich bietet. Welchem glücklichen Umſtande verdanke ich die Ehre Ihres Beſuches?“
„Herr Marſchall,“ ſagte der Biſchof,„ich bin ein ehrenhafter Mann.“
„Ich zweifle nicht daran, Monſeigneur.“
„Ich habe nie etwas Schlechtes gethan und ich könnte Niemand etwas Schlimmes zufügen.“
„Das bin ich überzengt.“
„Alle meine Handlungen können von der Rein⸗ heit meines Lebens zeugen.“
„Sie ſind der Beichtvater der Frau Marſchallin, Monſeigneur, mehr brauche ich nicht zu ſagen.“
„Gut, eben Herr Marſchall, weil ich der Beicht⸗ vater der Frau Marſchallin bin, habe ich die Ehre, Sie um eine Unterredung zu bitten.“
„Ich höre, Monſeigneur.“
„Was würden Sie ſagen, Herr Marſchall, wenn Sie plötzlich erführen, daß der Beichtvater Ihrer


