Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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„Das iſt unmöglich,“ ſagte der Pair von Frank⸗ reich trocken.

„Nichts iſt für einen Mann Ihres Geiſtes, Herr Graf, unmöglich,“ warf der Biſchof ein.

„Ein Mann meines Geiſtes, Monſeigneur, über⸗ wirſt ſich nie, was auch geſchehen möge, mit dem Hofe von Rom.“

„Selbſt nicht für einen Freund?“

„Auch für einen ſolchen nicht.“

„Selbſt nicht, um einen Unſchuldigen zu retten

„Die Unſchuld trägt ihr eignes Heil in ſich, Monſeigneur.“

„Sie behaupten alſo,“ ſagte der Biſchof, in⸗ dem er den Grafen mit einem finſtern Blick anſah, „nichts für mich thun zu können?“

„Ich behaupte nicht blos, Monſeigneur, ich verſichere Sie.“

„Mit einem Worte, Sie verweigern es mir abſolut, ſich zu meinen Gunſten zu verwenden?“ „Ich verweigere es abſolut, Monſeigneur.“

„Sie ſuchen alſo Krieg?“

„Ich ſuche ihn nicht und fliehe ihn nicht, Mon⸗ ſeigneur; ich nehme ihn an und erwarte ihn ruhig.“

„Auf baldiges Wiederſehen alſo, Herr Graf,“ ſagte der Biſchof, indem er ſich raſch entfernte.

„Wann Sie wollen, Monſeigneur,“ antwortete der Graf lächelnd.

„Du haſt es ſelbſt gewollt,“ murmelte dumpf der Biſchof, indem er mit einem drohenden Blicke nach dem Pavillon des Grafen ſah.

Und er ging voll Haß und Rachſucht, während tauſend Pläne ſeinen Kopf durchkreuzten.