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Der Anblick des Monſeigneur Coletti ſchien Monſeigneur de Quelen keinen Kummer zu berei⸗ ten; aber der Anblick Monſeigneur de Quelen's in voller Geſundheit ſchien Monſeigneur de Coletti um ſo tiefer zu ſchmerzen.
So hatte das Schickſal es alſo gewollt: Sie fata voluerunt. Der Erzbiſchof, der ſich nach den Tuilerien begab, machte allen ehrgeizigen Muſio⸗ nen ein Ende; damit fiel ein Erzbisthum ins Waſ⸗ ſer oder war zum mindeſten ad calendas griecas verſchoben.
Die beiden Prälaten begrüßten ſich und nach⸗ dem ſie ſich gegenſeitig nach ihrem Befinden er⸗ kundigt, ſchritten ſie die Treppe hinauf, die nach dem Appartement des Königs führte.
Die Begegnung war kurz, wenigſtens für Mon⸗ ſeigneur Coletti, der die Sonne der Geſundheit auf den Wangen und in den Augen des Erzbiſchofs leuchten ſah.
Er machte ſeine Aufwartung bei dem König, unter dem Vorwande, ihn mit Monſeigneur de Quelen conferiren laſſen zu wollen, kurz ab und ließ ſich im Galopp zum Grafen Rappt fahren.
Ein ſo guter Schauſpieler der neue Pair von Frankreich auch war, er konnte doch nur mühſam den tiefen Aerger verbergen, den ihm der Beſuch Monſeigneur Coletti's bereitete. Dieſer bemerkte, wie die Brauen des Grafen ſich zuſammenzogen, aber ſchien ſich weder darum zu kümmern, noch
darüber erſtaunt zu ſein. Er begrüßte den Gra⸗
fen reſpeetvoll und dieſer gab die Begrüßun auf gleiche Weiſe zurück.


