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milienbande, eine ſtrenge, wohlverdiente und darum gerechte Strafe.“
Fräulein von Valgeneuſe ſenkte den Kopf, eine Fohe die ſie nicht bemeiſtern konnte, überflog ihr
eſicht.
Einen Augenblick ſpäter hob ſie die Stirne leicht wieder, und als ob ſie die Worte ſuchte, ſagte ſie:
„So verweigern Sie alſo, mein nächſter und einziger Verwandter, nicht nur Ihre Freundſchaft, ſondern auch Ihre Stütze. Ich bin keine verhärtete Sünderin, Conrad. Der Grund meines Herzens iſt gut, glauben Sie mir, und ich könnte vielleicht mit Ihrer Hülfe ein allerdings verabſcheuungs⸗ würdiges Vergehen, das ſeine Seciliſc in den Urſachen hat, wieder gut machen. eine ſchweſterliche Zärtlichkeit ließ mich dieſe abſcheu⸗ liche Handlung begehen. Wo iſt dieſes junge Mäd⸗ chen? Ich werde mich ihr zu Füßen werfen, ſie um Vergebung anflehen. Sie war verwaist und ohne Vermögen; ich werde ſie zu mir nehmen, ſie zu meiner Freundin, meiner Schweſter machen; ich werde ſie ausſteuern, ſie verheirathen, kurz, die wenigen unheilvollen Jahre vergeſſen zu machen, werde ich mein Leben dem Wohle Anderer widmen. Aber deßhalb bitte ich Sie um Ihre Güte, Ihre Ermuthigung, Ihre Unterſtützung!“
„Es iſt zu ſpät,“ ſagte Salvator.
„Conrad,“ drängte das Mädchen,„ſeien Sie nicht der Strafengel. Ich habe häufig den Namen Salvator's als den eines rechtſchaffenen Mannes nennen hören. Seien Sie nicht ſo ſtreng wie Gott,


