Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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Sie, der Sie nur eines ſeiner Geſchöpfe ſind. Bieten Sie der die Hand, die Sie bittet, ſie nicht weiter in den Abgrund hinabzuſtoßen. Wenn Sie auch keine Freundſchaft fühlen, ſo haben ſie doch wenigſtens Mitleid, Conrad; wir ſind beide noch jung, man darf deßhalb nicht an Allem ver⸗ zweifeln. Studiren Sie mich, ſetzen Sie mich auf die Probe, ſuchen Sie mich auszuholen, und wenn ich im Guten denſelben Eifer an den Tag lege, den ich im Böſen gezeigt, ſo werden Sie ſehen, Conrad, welcher Aufopferung und aufrichtigen Liebe ein im Guten noch jungfräuliches Herz fähig iſt.

Es iſt zu ſpät! wiederholte Salvator melancho⸗ liſch.Ich bin eine Art von Geiſt in der morali⸗ ſchen Welt, Suſanne, ich habe das Amt über⸗ nommen, alle, welche die Geſellſchaft ſtündlich ver⸗ wundet und verletzt, zu verbinden und zu heilen. Die Zeit, welche ich bei Ihnen zubrachte, iſt mei⸗ nen Kranken geſtohlen. Laſſen Sie mich deßhalb zu ihnen zurückkehren, vergeſſen Sie, daß Sie mich geſehen.

Nein, rief das junge Mädchen ungeſtüm,es ſoll nicht geſagt werden, daß ich nicht Alles ver⸗ ſuchte. Ich bitte Sie fußfällig, Conrad, verſu⸗ chen Sie es, mein Freund zu werden.

Nie! antwortete der junge Mann bitter.

Gut, murmelte Suſanne, indem Sie eine Bewegung der Verachtung unterdrückte;aber wenn es Ihnen gefallen, mich auf ſo edle Weiſe zu ver⸗ binden, ſo weiß ich nicht, warum Sie mich über⸗ haupt verbinden wollten?