Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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Ich habe nichts vergeſſen, Suſanne, ſagte Salvator traurig,nicht mal die Pläne, die unſre Väter mit uns hatten, und gerade weil ich mich alles deſſen erinnerte, ſehen Sie mich heute bei Ihnen.

Sprechen Sie wahr, Conrad?

Ich lüge nie.

Aber glauben Sie genng für die Nichte Ihres Vaters gethan zu haben, indem Sie, ſelbſt auf ſo wohlwollende Weiſe wie Sie es thun, das ma⸗ terielle Wohl derſelben ſichern? Ich ſtehe allein auf der Welt, Conrad; allein von dieſem Tage an. Ich habe weder Verwandte, noch Freunde, noch ſonſt eine Stütze.

Gott iſt's, der Sie ſtraft, Suſanne, ſagte der junge Mann ernſt.

O Sie ſind ſtreng, zu hart.

Haben Sie ſich nichts vorzuwerfen, Su⸗ ſanne?

Kein ſchweres Vergehen, Conrad, wenn Sie nicht etwa die Coquetterien eines jungen Mädchens oder die Launen einer Frau ſo nennen ſollten.

Nennen Sie das Coquetterie oder Laune, verſetzte Conrad feierlich,daß Sie die Hand zu einer abſcheulichen Machination boten, deren Re⸗ ſultat der Raub eines jungen Mädchens aus Ihrem Penſionate war, ein Raub, der vor Ihren Augen und mit Ihrer Beihülfe vollzogen wurde? Glauben Sie, daß Gott nicht eines Tages eine ſolche Laune beſtraft? Nun gut, Suſanne, dieſer Tag iſt ge⸗ kommen und Gott beſtraft Sie durch die Verlaſſen⸗ heit, Einſamkeit, durch die Zerreißung aller Fa⸗