Teil eines Werkes 
7. Bd. (1858)
Entstehung
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* M.

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Reiſen wir ab. Wie reiſen? rief Camille erſtaunt.Und weßhalb reiſen?

Weil es nicht ehrenhaft iſt, Fräulein von Val⸗ geneuſe ſo irre zu führen; ſie liebt Dich, ſagſt Du, alſo hofft ſie, Du liebſt ſie nicht, alſo leidet ſie. Hoffnung und Leiden, es gibt ein Mittel, Beiden ein Ende zu machen. Laß' uns gehen.

Camille ſuchte zu ſcherzen.

Ich gebe zu, daß eine Abreiſe eine Löſung des Knotens wäre, ſagte er.Wir ſehen das Beiſpiel davon in einer Menge von Komödien. Aber man muß wiſſen, wohin man geht.

Man geht dahin, wo man geliebt wird. Der Ort, wo man geliebt wird, iſt unſere wahre Hei⸗ math. Wohin Du willſt, werde ich gehen, hundert Meilen von Frankreich, tauſend Meilen von Frank⸗ reich, aber laß uns dieſen Ort meiden.

Gewiß, antwortete Camille,und ich hätte Dir ſelbſt ſeit lange eine Reiſe nach Italien oder Spa⸗ nien vorgeſchlagen, wenn ich nicht Deine Vorwürfe gefürchtet.

Meine Vorwürfe?

Ja, höre meine Gründe. Ich, der ich ſeit Jahren in Paris lebe, ſagte ich mir, habe nichts Befonderes mehr zu ſehen, aber Sie, meine arme Dolores, die wie alle jungen Mädchen unſerer Hei⸗ math ſeit lange dieſen ſüßen Traum gehegt Paris ſehen und ſterben, Sie ſoll ich ungeſtüm aus dem Schlafe reißen, ehe Sie dieſen Traum zu Ende ge⸗ träumt?

Wenn dieſe zarte Aufmerkſamkeit Dich allein