*
1⸗ , n
e⸗ h⸗
223
dung haben ſoll, iſt der, die Gewißheit mit mir fortzunehmen, daß ich Ihnen mit allem Vertrauen meine Stimme geben, und meine Freunde veran⸗ laſſen kann, das Gleiche zu thun.“
„Hören Sie mich an, Herr Brewer,“ ſagte der Candidat, indem er plötzlich den Ton wechſelte, denn er ſah ein, daß er bisher den falſchen Weg einge⸗ ſchlagen, und daß der rauhe, militäriſche Ton beſ⸗ ſer für Herrn Brewer paſſe, als der ſanfte Ton des Höflings.„Hören Sie mich an, ich werde ganz offen mit Ihnen ſprechen.“
Ein Anderer, als Herr Brewer, wäre, wenn er aus dem Munde des Grafen die Worte gehört: „Ich werde ganz offen mit Ihnen ſprechen,“ miß⸗ trauiſch geworden und auf ſeiner Hut geweſen; aber Herr Brewer war zu naiver Natur. Ge⸗ rade die, welche am mißtrauiſchſten gegen die Regierungen ſind, laſſen ſich am naivſten von der Heuchelei derer, die ſie repräſentiren, fangen. Der Brauer war deßhalb ganz Ohr.
„Ich bin kein Stimmenbettler, mein Herr,“ fuhr der Graf fort;„ich bitte Niemanden um ſeine Stimme; ich werde mir nicht Ihre Stimme erbet⸗ teln, wie es vielleicht mein Gegner gethan oder thun wird, der liberaler als ich zu ſein vorgibt. Nein, nein; ich wende mich an das Gewiſſen; um die Stimme des öffentlichen Gewiſſens werbe ich. Alle die, welche mir die Ehre erzeigen, mir ihre Stimme
zu geben, müſſen mich von Grund aus kennen.
Der Mann, der ſeine Mitbürger vertreten ſoll, darf kein zweifelhafter Charakter ſein. Das Ver⸗ trauen muß zwiſchen Wähler und Gewähltem ein


