Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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„Ziemlich genaue,“ ſagte der Secretär, indem er folgende Notizen von einem Blatte Papier ablas:

„Brewer, Bierbrauer, ein offener, ehrlicher Mann; Freund des Apothekers Renaud; Sohn von Bauern, durch fünfunddreißigjährige angeſtrengte Arbeit emporgekommen; Feind von Schmeicheleien und zu großer Höflichkeit; vertrauensvoll gegen ſeines Gleichen; mißtrauiſch gegen alle Andern, ſehr geſchätzt im ganzen Quartier. Hundert Stimmen.“

„Gut,“ ſagte Graf Rappt;„das wird nicht lange dauern. Wir werden bald mit ihm zurecht kommen.“

Der Diener meldete:

„Herr Brewer.“

Ein Mann von fünfzig und einigen Jahren, von großer Statur und biederem Geſicht, trat in das Cabinet.

„Mein Herr,“ ſagte der Neuankömmling, ſich verbeugend,„verzeihen Sie einem Unbekannten, daß er ſich mit ſo viel Beharrlichkeit zu Ihnen drängt.“

„Herr Brewer!“ antwortete der Deputirte, in⸗ dem er aufmerkſam das Geſicht des Fremden be⸗ trachtete, als ſollte er in den Linien ſeines Geſich⸗ tes die Richtungslinie des Benehmens entdecken, das er gegen ihn einſchlagen müſſe,„Herr Brewer,“ ſagte er,„Sie ſind kein Unbekannter für mich, weit gefehlt; denn ich kenne den Namen meiner Feinde(und Sie zählen zu dieſen) beinahe eben ſo gut, als den meiner Freunde.“

„Ich bin durchaus nicht Ihr Freund, mein Herr; aber ich bin eben ſo wenig auch Ihr Feind. Ich bin ganz gegen Ihre Candidatur und werde es