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Kammer gemacht. Von zehn bis zwölf Stimmen Majorität hatte ſie ſich nach und nach zu hundert fünfzig Stimmen erhoben. Sechs Neuwahlen hat⸗ ten im Verlauf des Jahres in verſchiedenen Pro⸗ vinzen ſtattgehabt, nämlich in Rouen, Orleans, Bayonne, Mamers, Meaux, Saintes und überall drangen die Candidaten der Oppoſition mit großer Majorität durch. In Rouen hatte der Candidat der Regierung nur ſieben und dreißig von neun⸗ hundert ſieben und ſechzig Stimmen auf ſich ver⸗ einigen können. Und man konnte ſich über den drohenden Charakter dieſer Wahlen nicht täuſchen, denn unter den Neugewählten befanden ſich La Fayette und Lafitte.
Und daran ſind alle früheren und gegenwärti⸗ gen Regierungen geſcheitert. Daran werden auch alle ünftigen Regierungen ſcheitern. Wenn man der oſition nicht voran geht, muß man ihr fol⸗ gen! Es heißt ſich ſchlecht an dem Meere rächen, wen man es peitſchen läßt. Der Appetit wird dadurch nicht geſtillt, wenn man ihn zerſtreut.„Der Hunger iſt ein ſchlechter Rathgeber,“ ſagt das Sprüchwort.
Man wird daher auch von dieſem Augenblicke an das alte Schiff der Monarchie, ſo gut es eben geht, von Diplomaten, welche Frankreich fremd ſind und einem Miniſter, welcher der Nation fremd iſt, aus⸗ gebeſſert, einen Augenblick umſchlagen, ſich eine Minute lang erheben, einunddreißig Monate lang zwiſchen tauſend Klippen laviren und dann hoff⸗ nungslos unterſinken ſehen.
Herr Rappt war jedoch weit entfernt, auf dem


