Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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Lohn für Ihr Schweigen biete. Ich glaube, daß unſere beiderſeitigen Geheimniſſe ſich aufwiegen.“

„So verbinden Sie ſich alſo feierlich,“ ſagte der Biſchof, indem er ſich rings umſah,„mich im betreffenden Falle des Erzbisthums von Paris für würdig finden zu wollen?“

„Ja,“ ſagte Herr Rappt.

„Und würden im betreffenden Falle,“ wiederholte der Biſchof,„Ihr Wort nicht verleugnen.“

„Kennen wir denn nicht beide die Bedeutung und den Werth des Schwurs?“ ſagte der Graf lächelnd.

„Gewiß! gewiß!“ machte der Biſchof;„unter ehrbaren Leuten verſtändigt man ſich immer! So gut,“ fügte er hinzu,„daß, wenn ich Sie bitte, Sie mir dies Verſprechen bekräftigen würden?“

Gewiß, Monſeigneur.“

„Söſt ſchriftlich?“ fragte der Biſchof mit einer Miene des Zweifels.

„Selbſt ſchriftlich!“ beſtätigte der Graf.

„But denn,“ machte der Biſchof, indem er ſich nach ſeinem Tiſch hinwandte, auf welchem ſich Pa⸗ pier, Feder und Tinte, oder wie man im Theater⸗ jargon ſagt, alles zum Schreiben Nöthige, befand.

Das Wort Gut denn war ſo ausdrucksvoll, daß Graf Rappt, ohne um eine weitere Erklärung zu bitten, nach dem Tiſche ging und ſchriftlich das mündliche Verſprechen beſtätigte.

Er bot dem Biſchof das Papier hin, dieſer nahm es, las den Inhalt, beſtreute es mit Sand, faltete es zuſammen, legte es in eine Schieblade und ſagte, indem er Herrn Rappt mit einem Lächeln anſah⸗